TheaterWerkstatt Westfalen-Kolleg

Woyzeck

Büchners „Woyzeck“ ist eine Sonde zur Aufklärung von Gewalt und Abhängigkeit. Sein Drama des Franz Woyzeck verarbeitet literarisch die Geschichte des arbeitslosen Friseurs und Perückenmachers Johann Christian Woyzeck, der die Frau, die er liebt, ersticht und 1824 in Leipzig hingerichtet wird. Woyzeck gehört zum Heer der Namenlosen, die nur dann bemerkt werden, wenn sie zum „Fall“ werden. Erst durch das Verbrechen – den Amoklauf? – kommt Woyzeck zu Ansehen und zu einer Biografie. In den Gewaltverhältnissen, deren Opfer er ist, wird er zum Täter. Er lebt den blutigen Ernst, gesehen werden zu wollen. „If it bleedes, it leads“ (Blut zieht immer) lautet seit jeher das Credo der Massenmedien. Unser Woyzeck ist ein Zocker - verfallen, spielsüchtig, hilflos, er erzählt uns eine Geschichte aus unzähligen Parallelwelten.

Wir (TheaterWerkstatt) mischen Elemente des Tanztheaters mit denen des Schauspiels. Dies hat die Zusammenarbeit mit der Choreographin Birgit Götz ermöglicht. Es stehen 10 junge Erwachsene auf der Bühne, viele zum ersten Mal. Sie erzählen eine klassische Geschichte neu und verarbeiten dabei auch eigene Erlebnisse und Erfahrungen mit Computerspielen und Gewalt. Bilder zur letzten Produktion findet man ebenfalls unter TheaterWerkstatt Westfalen-Kolleg.

 PerformanceWoyzeck