Kunst

 Was ist eigentlich ein Bild?

Ein Bild ist ein ‚visueller Text’: Statt der Worte und Sätze (gesprochener oder geschriebener Sprache) benutzen z.B. Maler Farben und Formen. Und so, wie man lernen kann, Texte zu verstehen und zu deuten, kann man auch lernen, Bilder zu verstehen und zu deuten.

Auch die Sprache der Bilder beruht auf Regeln. Das System der Regeln ist aber nicht starr, sondern wandelbar. So sind zu unterschiedlichen Zeiten und aus unterschiedlichen Gründen unterschiedliche Regelsysteme entwickelt und angewendet worden, durch die wiederum z.B. einzelne Epochen unterscheidbar werden.

Ein besonderes Anliegen des Faches ist es deshalb in allen Semesterstufen zu studieren, wie und warum sich Neues aus Altem entwickelt. Dazu muss man sich auf die Mühen und Freuden des Sehen-und-Entdecken-Lernens einlassen. Da man über das Gesehene und Entdeckte auch miteinander sprechen können muss, gehört zur Arbeit an der Kunst auch das Erlernen ihrer Fachsprache.

Neben die Theorie tritt das praktische Tun. Hier sollen auf der Grundlage theoretischen Unterrichts Erfahrungen mit eigener künstlerischer Produktion gemacht werden. Und keine Angst – irgendwelche besonderen Vorkenntnisse im Umgang mit Zeichnung, Malerei oder Plastik werden nicht erwartet!

Unabhängig von einer Belegung des Faches Kunst hat jeder und jede Studierende die Möglichkeit, an einer Kunst-AG teilzunehmen. Hier geht es vor allem um die fachlich angeleitete individuelle künstlerische Praxis im Atelier.

Exkursionen zu aktuellen Ausstellungsprojekten oder Museen in der Region gehören ebenso zum Angebot des Faches.