Ibrahim Arslan zu Gast am Westfalen-Kolleg

Ibrahim Arslan
Am 23. November 1992 verübten Neonazis in Mölln einen Brandanschlag auf das Haus der türkischstämmigen Familie Arslan. Der damals siebenjährige Ibrahim Arslan überlebte den Anschlag. Drei seiner Familienmitglieder starben.
15 Jahre später drehte die Regisseurin Malu Berlin den Film "Nach dem Brand", der sich vor allem mit dem Leben der Familie Arslan nach diesem schrecklichen Ereignis auseinandersetzt.
 
Am Freitag, den 12. Februar hatten Studierende des Westfalen-Kollegs Dortmund und Schülerinnen und Schüler des Berthold-Brecht-Gymnasiums die Gelegenheit sich diesen Film gemeinsam anzuschauen und darüber mit Ibrahim Arslan ins Gespräch zu kommen. 

 

Ibrahim Arslan machte deutlich, dass der Blick viel zu häufig auf die Täter gerichtet werde und viel zu wenig auf die Opfer; ja dass am Ende sogar Opfer allzu häufig zu Tätern gemacht worden seien, wie auch das Beispiel des von Rechtsextremisten ermordeten Mehmet Kubasik aus Dortmund zeige, dessen Familie selbst ins Visier der Ermittlungsbehörden geriet. Dies habe mit vorgefertigten Einstellungen und Vorurteilen zu tun, so Ibrahim Arslan, die in den Köpfen der Menschen herrsche.
Die Anwesenden waren sich einig, dass Rassismus und Vorverurteilung jeglicher Art keinen Platz in der Schule haben sollten.

 

Ibrahim Arslan und Studierende

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