EU Projekt

EU Projekt Treffen der Schulleiter Von 30.03. bis zum 03.04.2009 fand in der altehrwürdigen Hristo Botev High School von Rousse/Bulgarien die Konferenz der Schulleiterinnen und Schulleiter der sieben Comenius-Partnerschulen aus sechs europäischen Nationen statt.

Das Institut wurde 1836 als zweite bulgarische Schule gegründet und ist nach dem bulgarischen Lyriker, Revolutionär und Freiheitskämpfer Hristo Botev (1848-1876) benannt. Das Westfalen-Kolleg Dortmund wurde durch die Kollegen Paul Breitenstein und Rolf Schellhase vertreten.

Auf der Konferenz ging es um die Stellung der Schulen im Bildungssystem der einzelnen Länder und um einen Erfahrungsaustausch in der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) in der Schulleitung.
Deutlich wurde zum einen, dass die europäischen Weiterbildungsschulen wichtige Bausteine im nationalen und internationalen Konzept „Lebenslanges Lernen“ sind, zum anderen haben sie sich bei der Integration von Migranten zur Korrektur von Problemen in der Bildungspolitik und zur Aktivierung von Bildungsreserven für eine selbstbestimmte europäische Gesellschaft bewährt. Damit bieten sie eine „Zweite Chance für jeden Europäer und die europäische Gesellschaft“.

ICT gewinnt dabei im Bildungsprozess immer mehr an Bedeutung und ist inzwischen auch in den Schulleitungen, sowohl in inhaltlicher Hinsicht als auch im Bereich der Administration, nicht mehr zu entbehren.

An zwei Beispielen wurde der Einsatz von ICT besonders deutlich und vertieft erörtert. Zum einen berichtete Galin Gantschev, der Schulleiter der Vasil Levski Schule in Rousse, darüber, dass an seiner Schule in Kooperation mit japanischen und chinesischen Partnern ICT-unterstützte Klassen eingerichtet worden sind, in denen Japanisch bzw. Chinesisch unterrichtet wird; zum anderen berichtete Ija Lasmane, Schulleiterin des lettischen Weiterbildungskolleg in Ventspils, von ihren bisherigen Erfahrungen mit sogenannten e-Diarys. In ihrem Vortrag nahm Frau Lasmane die Konferenzteilnehmer via Internet mit in das e-Diary einer ihrer Klassen. Hier werden Noten verwaltet, Kontakte zu Eltern und Schülern hergestellt und Unterrichtsberichte  sowie Arbeitsaufträge und Hausaufgaben fixiert. Als Hauptziele wurden Arbeitserleichterung und Transparenz genannt. Die persönlichen Daten können von den Studierenden eingesehen werden, bei Minderjährigen haben die Eltern jeder Zeit Zugriff auf die Daten. Im Anschluss daran ergab sich eine lebhafte Diskussion über die Chancen aber auch Bedenken in Bezug auf solche e-Diarys.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok