O-Töne zum Grundkurs Literatur - Inhaltsfeld Theater

20180711GrundkursLiteraturTheater1Eine kleine Premiere gab es im Fach Literatur in diesem Semester. Erstmalig wurde ein Literaturkurs des Westfalen-Kollegs mit dem Schwerpunkt Theater eingerichtet. Eine Teilnahme war ohne Vorkenntnisse möglich. Die einzige Voraussetzung brachten die aktiven Teilnehmer alle mit: Freude am Spiel.

Eine Besonderheit des Kurses wurde schnell deutlich: „Es hat sich nie einer rausgezogen. Alle haben mitgemacht.“
Die Studierenden brachten sich mit vollem Einsatz ein, was schon mit dem Stundeneinstieg begann: „Die Stunde ist immer ein schöner Abschluss am Ende der Woche. Atemübungen und das Lockern der Muskeln ist eigentlich am Anfang jeder Stunde Programm. Während wir uns damit aufwärmen, schütteln wir den Stress der gesamten Schulwoche aus unseren Muskeln und prusten die Ah‘s und Oh‘s aus den verschiedensten Grimassen aus unserem Gesicht raus. Das ist nicht nur ungemein entspannend, sondern sogar auch in unserem Erwachsenenalter noch zum Totlachen.“

Ein Teil des Kurses liebte das Improvisationstheater, der andere fühlte sich mit einer Textvorlage wohler, gelernt hat jeder etwas:
„Der Unterricht ist sehr praktisch gehalten und im Theaterspiel lernen wir viel Theoretisches, während wir es anwenden; zum Beispiel wie die Lautstärke unserer Stimme oder die eigene Körpersprache die Dominanz des Charakters verändert.“

Auch über die wichtigste Lektion sind sich die Studierenden relativ einig: „Jeder ist über seine Grenzen gegangen und aus seiner Komfortzone getreten.“

So bleibt die Frage offen, warum der Kurs in der Regel nur wenig angewählt und auch im kommenden Semester nicht eingerichtet wird. Die Studierenden haben eine Vermutung:
„Viele haben Angst sich lächerlich zu machen oder trauen sich nicht, auf der Bühne aufzutreten.“ Unbegründet, finden die Kursteilnehmer: „Im Allgemein haben wir dieses Semester aber auch gelernt, dass es absolut nicht peinlich ist, vor der Klasse zu stehen und eine Rolle zu spielen, sondern dass es Spaß macht, sich auszulassen und dem ganzen Alltag mal zu entfliehen, indem man in eine Rolle schlüpft und für die Theaterstunde mal ganz gelassen jemand anderes sein kann. Selbstbewusstsein ist etwas, das man gar nicht braucht, um am Theaterkurs teilnehmen zu können, Selbstbewusstsein ist etwas, das einem der Theaterkurs schenkt.“

Am Ende des Semesters wurden kleine erarbeitete Szenen trotzdem nicht auf der großen Bühne, sondern kursintern auf der „kleinen Bühne“ des Klassenraums vorgestellt; unter Ausschluss der Öffentlichkeit: „Wir sollten jetzt lieber die Fenster zu machen, denn ich werde jetzt sehr oft schreien.“

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