Offizielle Verabschiedung des langjährigen Schulleiters Dieter Röhrich

Dieter Röhrich"Da geht einer, der mitgewirkt hat."

Am 12. Juli 2017 fand in der Cafeteria des Westfalen-Kollegs die offizielle Verabschiedung des langjährigen Schulleiters Dieter Röhrich statt. Mit Ablauf dieses Schuljahres verlässt er die Schule und begibt sich in seinen wohlverdienten Ruhestand. Neben Stadträtin Daniela Schneckenburger würdigten auch VertreterInnen der Bezirksregierung und des Ministeriums seinen unermüdlichen Einsatz, insbesondere für die Ermöglichung der „Zweiten Chance“ für Erwachsene, die sich hinsichtlich ihrer beruflichen Zukunft neu orientieren oder weiterentwickeln möchten.

 

Ein biografischer Rückblick:

Angefangen hat Röhrichs Schullaufbahn Mitte der 80er Jahre als Lehrer für die Fächer Mathematik und Erdkunde. Neben diversen Tätigkeiten im System Schule war er auch in der Lehrerfortbildung tätig. Im Jahr 1999 wurde er schließlich Schulleiter des Westfalen-Kollegs. Sein unermüdlicher Einsatz für diese Schule bzw. Schulform kommt nicht von ungefähr. So ist er selbst Schüler eines Weiterbildungskollegs gewesen und hat dort - nach einer Ausbildung zum Maschinenschlosser - erfolgreich sein Abitur nachgeholt. „Als Schüler des Zweiten Bildungsweges wusste er sehr genau, wie eine Schule des Zweiten Bildungsweges aufzutreten und welche Bedürfnislagen sie zu bedienen hat.“, so Bernhard Reisch, stellvertretender Schulleiter des Westfalen-Kollegs. Die Studierendenzahlen belegen dieses Statement sehr eindrucksvoll: von ca. 650 Studierenden in 1999 auf aktuell ca. 1300 Studierende.

Das stetige Wachstum der Studierendenzahlen ist insbesondere auf maßgebliche Veränderungen, die das Westfalen-Kolleg unter seiner Leitung durchlief, zurückzuführen: Schaffung eines Bildungsangebots für Migranten, insbesondere für Flüchtlinge; Ausbau des Einsatzes neuer Medien im Unterricht im Zuge fortschreitender Digitalisierung, Erweiterung des Bildungsangebots durch den Zusammenschluss mit dem Dortmunder Abendgymnasium und Etablierung des Bildungsgangs „Abitur-Online“, bei dem auch zeitlich sehr eingeschränkten Personen die Möglichkeit eröffnet wird, das Abitur nachzuholen. Diese Veränderungen machten auch eine räumliche Ausdehnung notwendig, so dass schließlich die Rheinische Straße 69 sowie die Möllerstraße 3 als Schulgebäude zum Westfalen-Kolleg hinzukamen.

„Das Westfalen-Kolleg soll eine Schule für alle Erwachsene in allen Lebenslagen sein, die neue Perspektiven entwickeln und dafür ihr Abitur nachholen möchten.“, so Röhrich. Dieses Selbstverständnis von Chancengerechtigkeit und Bildungsteilhabe vertritt er nicht nur schulintern und als langjähriger Sprecher der Dortmunder Bildungskooperative: Auf städtischer Ebene wirkte er als Mitglied der Bildungskommission entscheidend an der hiesigen Schullandschaft mit, um letztlich ein in allen Facetten leistungsstarkes und vor allem sozial gerechtes Bildungssystem in Dortmund zu schaffen. Stadträtin Daniela Schneckenburger bezeichnete ihn daher auch als „Motor für die Dortmunder Bildungslandschaft; mit ihm geht für die Stadt eine Ära zu Ende. Es geht einer, der mitgewirkt hat.“

Aber auch als langjähriges Mitglied des Vorstandes des Dachverbands aller Weiterbildungskollegs in NRW setzte er sich maßgeblich für die Belange und Interessen des Zweiten Bildungsweges landesweit ein: „Dieter Röhrich kann als Frontmann, als Strategie des Zweiten Bildungsweges bezeichnet werden. Es gab keine Statistik bzgl. des Zweiten Bildungsweges, die er nicht kannte; und er konnte aus den Zahlen die notwendigen Schlüsse ziehen, um den Zweiten Bildungsweg in seiner Bedeutung zu stärken.“, so Marlene Walter, Sprecherin des Dachverbandes aller Weiterbildungskollegs in NRW. 

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